Tauernkarleitenalm – Almgenuss, Almrauschblüte und traumhafte Ausblicke

Manche Wanderungen bleiben einfach im Herzen. Nicht, weil sie besonders anspruchsvoll sind, sondern weil einfach alles zusammenpasst: traumhafte Ausblicke, blühende Almwiesen, eine gemütliche Einkehr und dieses Gefühl, den Alltag für ein paar Stunden hinter sich zu lassen. Genau so haben wir die Wanderung von Zauchensee über Oberzauchensee zur Tauernkarleitenalm erlebt.

Tourdaten

  • Ausgangspunkt: Parkplatz an der Gamskogelbahn in Zauchensee
  • Strecke: ca. 7,4 km (Hin- und Rückweg)
  • Dauer: ca. 3 Stunden
  • Höhenmeter: ca. 470 hm
  • Schwierigkeit: leicht bis mittelschwer

Den passenden Tourenvorschlag mit GPS-Daten findet ihr hier:
https://www.wanderdoerfer.at/salzburg/wanderweg/tauernkarleiten-tour/

Start in Zauchensee

Unsere Wanderung beginnt am Parkplatz der Gamskogelbahn in Zauchensee. Schon nach den ersten Metern wird klar, warum diese Tour so beliebt ist. Der Weg führt über Oberzauchensee bergauf und bietet immer wieder wunderschöne Ausblicke auf die umliegende Bergwelt.

Je höher wir kommen, desto beeindruckender wird das Panorama. Besonders der Bärenstaffel zieht die Blicke auf sich. An solchen Plätzen bleibt man automatisch stehen, genießt die Aussicht und nimmt sich einfach Zeit.

Ein Meer aus rosa Almrausch

Für uns war die Wanderung genau zur richtigen Jahreszeit ein echtes Highlight. Rund um die Stubhöhe und auf dem Weg hinunter zur Tauernkarleitenalm standen die Hänge in voller Almrauschblüte. Die unzähligen rosa Blüten leuchteten mit den grünen Almwiesen um die Wette und machten die Landschaft zu einem echten Postkartenmotiv.

Nicht nur wir fühlten uns hier oben wohl – auch das Almvieh schien den Sommer in vollen Zügen zu genießen. Kühe grasten entspannt auf den saftigen Almwiesen und trugen mit ihren Glocken zum unverwechselbaren Klang einer echten Almlandschaft bei. Diese friedliche Stimmung macht den besonderen Reiz dieser Wanderung aus.

Einkehr auf der Tauernkarleitenalm

nach einem 15 minütigen Abstieg von der Stubhöhe erreichen wir schließlich die Tauernkarleitenalm. Schon beim ersten Blick auf die urige Almhütte spürt man, dass hier mit viel Herz gearbeitet wird.

Hüttenwirt Michael und sein freundliches Team empfangen ihre Gäste herzlich und sorgen dafür, dass man sich sofort willkommen fühlt. Die Atmosphäre ist entspannt und familiär – genau so, wie man es sich auf einer traditionellen Almhütte wünscht.

Unser Fazit

Die Wanderung zur Tauernkarleitenalm gehört für uns zu den schönsten Genusstouren in Zauchensee. Sie ist abwechslungsreich, landschaftlich wunderschön und auch für Familien oder Genusswanderer bestens geeignet. Wer zur Almrauschblüte im Salzburger Land unterwegs ist, sollte sich diese Tour auf keinen Fall entgehen lassen.

Arzbergalm & Sulzkaralm – Bergblumenzauber am Fuße der Bischofsmütze

Es gibt Orte, die man immer wieder besuchen kann und die jedes Mal aufs Neue begeistern. Die Wanderung zur Arzbergalm und weiter zur Sulzkaralm gehört für mich genau zu diesen besonderen Plätzen. Eingebettet in die beeindruckende Kulisse der Bischofsmütze erwartet einen hier eine Landschaft, die vor allem im Frühsommer ihre ganze Schönheit entfaltet.

Gerade im Juni und Juli verwandeln sich die Almwiesen in ein buntes Blütenmeer. Zwischen saftigem Almgras und duftenden Bergkräutern wachsen unzählige Alpenblumen. Mit etwas Aufmerksamkeit entdeckt man Enzian, verschiedene Orchideen, Alpenrosen, Glockenblumen und viele weitere kleine Naturschätze. Die besondere Mischung aus Kalk- und Schieferboden sorgt dafür, dass sich hier eine außergewöhnlich große Artenvielfalt entwickelt – ein Paradies für Naturfreunde, Botaniker und Fotografen gleichermaßen.

Während man gemütlich über die Almböden wandert, rückt die markante Bischofsmütze immer wieder ins Blickfeld. Kaum ein anderer Gipfel prägt die Landschaft rund um Filzmoos so eindrucksvoll. Die schroffen Felswände bilden einen faszinierenden Kontrast zu den sanften Almwiesen und verleihen dieser Wanderung ihren ganz besonderen Charakter.

Ein lohnender Zwischenstopp ist die Arzbergalm, die von der Familie rund um Senner Peter mit viel Herzblut bewirtschaftet wird. Als passionierte Jäger bringen sie ihre Verbundenheit zur Natur auch in ihre Schmankerl ein. Besonders empfehlenswert sind die hausgemachten, geräucherten Wildspezialitäten – eine regionale Besonderheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Ein absolutes Highlight ist natürlich auch die Einkehr auf der Sulzkaralm. Hier wird Gastfreundschaft noch gelebt und viele Produkte stammen direkt von der Alm. Unbedingt probieren solltet ihr die selbstgemachten Käse- und Topfenvariationen. Ob würziger Almkäse, cremiger Frischkäse oder fein abgeschmeckte Topfenaufstriche – jede Kostprobe schmeckt nach echter Handarbeit und einem Stück Almsommer. Dazu gibt es frisches Bauernbrot und den herrlichen Blick auf die umliegende Bergwelt. So ergänzen sich die beiden Almen perfekt: Die Arzbergalm begeistert mit ihren geräucherten Wildspezialitäten, die Sulzkaralm mit ihren köstlichen Käse- und Topfenkreationen.

Wer die Ruhe der Berge sucht, wird dieses Wandergebiet lieben. Fernab vom Alltag lässt sich hier wunderbar entschleunigen. Das Summen der Bienen, das Läuten der Kuhglocken und der Duft der blühenden Almwiesen machen jeden Schritt zu einem kleinen Naturerlebnis.

Mein Tipp: Plant eure Wanderung möglichst zwischen Mitte Juni und Ende Juli. In dieser Zeit zeigt sich die Blumenpracht von ihrer schönsten Seite und die Almwiesen stehen in voller Blüte. Vergesst eure Kamera nicht – denn an jeder Wegbiegung wartet ein neues Postkartenmotiv.

Für mich zählt das Gebiet rund um die Arzbergalm und die Sulzkaralm zu den schönsten Wanderzielen im Salzburger Land. Die Kombination aus beeindruckender Bergkulisse, einer einzigartigen Vielfalt an Almblumen, herzlicher Gastfreundschaft und regionalen Schmankerln macht diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wer einmal hier unterwegs war, versteht sofort, warum man immer wieder gerne an den Fuß der Bischofsmütze zurückkehrt.

Der Gerzkopf ein besonderes Naturjuwel

Die sagenumwobene Lacke am Gerzkopf

Der Gerzkopf ist einer jener Gipfel, die man ruhig öfter mal erwandern sollte, denn die Natur setzt ihn zu jeder Jahreszeit ganz besonders in Szene. Bei unserem letzten Familienausflug auf den Gerzkopf hat der Herbst die Landschaft in den schönsten und buntesten Farben „gemalt“.

Eintauchen in die wunderschöne Herbstlandschaft
Eintauchen in die wunderschöne Herbstlandschaft

Für unsere Tour haben wir diesmal die Variante über Schattbachwinkl gewählt. Das Auto lassen wir am Parkplatz vorm Schranken beim Knappenbauern stehen und folgen erstmal ein Stück der Forstraße bis wir zur Abzweigung auf den Steig kommen. Nun beginnt eine tolle Wanderung durch den Wald. Die Kinder naschen noch von den letzen noch übrigen Preissel- bzw. Schwarzbeeren, während wir den gigantischen Ausblick auf die Bischofsmütze, der sich ab und an bei Waldlichtungen bietet, genießen. Nach ca. 1,5 Stunden erreichen wir die schwarze, sagenumwobene Lacke am Gerzkopf. Ein wirklich sehr anziehender, beinahne magischer Platz.

Wenig später sehen wir auch schon oben, ab Gipfel. Neben einem Holzkreuz findet man hier auch eine Glocke, die natürlich umgehend von den Kids zum Erklingen gebracht wird.

Bis hinunter zur Schäfterhütte, kann man den Klang wahrnehmen. Beim Hinuntergehen machen wir noch einmal Rast und zwar kehren wir bei der Schäferhütte, die sich ca. 20 Gehminuten unterhalb des Gipfelkreuzes befindet ein und genießen die warmen, herbstlichen Sonnenstrahlen, bevor wir wieder auf selber Strecke hinunterwandern.

Gemütliche Einkehr auf der Schäferhütte
Gemütliche Einkehr auf der Schäferhütte

Wissenswertes: Zur Schäferhütte gibt es keine Zufahrtsstraße und so muss Brigitte, die „Schäferin“ sämtliche Lebensmittel hochtragen.

Zur Wanderroute

Erlebnis Tappenkarsee

Erster Blick auf den Tappenkarsee

Seit unserem letzten Besuch am Tappenkarsee sind nun doch schon einige Jahre vergangen. Und so haben wir uns schon sehr auf dieses Wanderziel gefreut.
Die Fahrt vom Richlegghof nach Kleinarl dauert ca. 40 Minuten. Wir passieren den stimmungsvollen Jägersee und nehmen die Mautstraße bis zum Parkplatz Schwabalm, wo wir unser Auto parken. Motiviert nehmen wir den Aufstieg – es sich doch etwas über 500 Höhenmeter zu überwinden, in Angriff.

Das Wetter ist optimal – und da wir auch noch nicht allzu spät dran sind, ist das wandern entlang des steilen aber schön ausgebauten Steiges recht angenehm. Immer wieder haben wir einen tollen Ausblick auf den Jägersee. Auch der Blick auf den Wasserfall und die herrliche Vegetation entlang des Weges ist beeindruckend. Nach etwa 1,5 Stunden sind wir oben angelangt. Wie ein Tor öffnen sich die Felsen und vor uns liegt der 23,8 ha große Tappenkarsee, der an seiner tiefsten Stelle ca. 48 m tief ist.

Wir legen eine Pause ein, ziehen unsere Schuhe und Socken aus und kühlen unsere Füße im herrlichen Wasser des Sees.

Erfrischt geht’s entlang des Seeufers weiter, denn unser Ziel ist die Tappenkarseehütte, wo wir die Hüttenwirtin Andrea besuchen wollen. Bei Wandern entlang des Sees genießen wir ein wundervolles Farbspiel – der türkise See, die kräftig rosa blühenden Almrosen, … einfach herrlich.

Am letzen Wegstück erwischt uns noch ein kurzer Sprühregen – das macht aber nichts, denn in der Hütte sind wir wieder schnell trocken gelegt. Der Kaiserschmarrn schmeckt hier oben ganz besonders gut – für Erwachsene wird er übrigens mit in Rum getränkten Rosinen serviert (lecker!!!).

Nach einem gemütlichen Aufenthalt in der Hütte, geht’s auf selber Strecke wieder retour.

Gezeit: mit Kindern ca. 2,5 Stunden bis zur Tappenkarseehütte – der Abstieg geht dann schon flotter

Einkehrtipp: Tappenkarseehütte:
(Hier kann man übrigens auch übernachten)